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Archiv der Kategorie Regionales
Zunehmende Bedürftigkeit, eine Erfolgsstory?
16.12.2011 by kucaf.
Heute findet sich in der MZ auf Seite 7 (Quedlinburger Harzbote) ein Beitrag mit der Überschrift „Essen verbindet“. Dem möge so sein und auch ich sitze gern mit Menschen bei einem gemeinsamen Essen zusammen. Dabei gilt sicher nicht die altbackene Ansicht, dass beim Essen nicht gesprochen wird, den gerade die verschiedensten Tischgespräche haben etwas sehr belebendes und vor allen auch geselliges. Aber darum geht es nicht in diesem Beitrag, sondern um eine Suppenküche, in welcher Bedürftige speisen können und zwar nicht nur Suppe. Eigentlich ist dagegen nichts zu sagen, wenn nicht das ganze Projekt als eine Erfolgstory gepriesen würde. Eher ist es Traurig, dass wir in einer Zeit leben, wo immer mehr Menschen auf solche Einrichtungen angewiesen sind, wo Tafeln längere Schlangen kennen, als die meisten Supermärkte, nicht weil sie Lebensmittel kostenfrei an Bedürftige abgeben, sondern weil diese Bedürftigen nicht das Geld haben, in Supermärkten sich ausreichend zu versorgen. Eine Erfolgsstory wäre es, wenn solche sozialen Angebote nicht mehr gebraucht würden, aber nicht umgekehrt. Die Folgen zunehmender Verelendung immer breiterer Bevölkerungsschichten als Erfolgsstory zu bezeichnen, ist letztlich doch reichlich Markaber. Der einzig positive Effekt liegt dann doch im Verbindenden, da die bedürftigen Menschen anschließend gern sitzen bleiben und sich austauschen.
Getragen wird das Ganze von Freiwilligen und prekär Beschäftigten, welche mittels Job-Center zu Ein-Euro-Jobs verpflichtet wurden. Eine feste Stelle wird daraus sicher nicht, denn es wird betont, dass es darauf ankommt, nach Ablauf der Maßnahme wieder neue Leute zu bekommen. Das unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen solche Projekte sich zum Selbstläufer entwickeln ist ebenfalls kein Anlas zur Freude, sondern ebenfalls Ausdruck für wachsende Verelendung. Wenn dann noch berücksichtigt wird, dass dieses ja nicht die einzige Einrichtung ihrer Art in Quedlinburg ist, … nun ja, leider notwendig, aber in keinem Fall eine Erfolgstory!
Leider ist der Beitrag auf der Internetseite der MZ nicht zu finden.
Geschrieben in Spuren/Gefunden, Quedlinburg, Gedanken | Drucken | 1 Kommentar »
Kabarett Dezember 2011
29.11.2011 by kucaf.
KABARETT-NEWSLETTER KABARETT!genial Dezember 2011
Liebes weihnachtsheimelndes Kabarettpublikum,
bevor es ganz und gar gemütlich zu werden droht, wird es noch einmal ernst,
denn die GandDame des Kabaretts gastiert auf den Bühnen unserer Kleinkunstreihe:
GISELA OECHELHAEUSER “Demokratie ist scheisse - und das mein’ ich ernst”
Do 01.12.2011 | 20:00 Uhr | Soziokulturelles Zentrum ZORA | HBS
Sa 03.12.2011 | 19:30 Uhr | Wernigeröder Kunst- & Kulturverein e.V. | WR
So 04.12.2011 | 20:00 Uhr | KuZ Reichenstraße e.V. | QLB
Radikal, scharf, intelligent, ordinär!
Und manchmal alles gleichzeitig.
Oechelhaeuser gibt keine Antworten.
Sie geht zu weit.
Und wer von ihr getröstet werden will, der sollte gleich zu Hause bleiben!
Wer Streit sucht, soll nur kommen!
Dieses Programm ist das mittlerweile sechste in Zusammenarbeit mit ihrem Autor Philipp Schaller.
Und wer die beiden noch nicht erlebt hat, der sollte sich beeilen: Gisela Oechelhaeuser ist 66, in dreißig Jahren will sie aufhören.
Was kann dazu noch hinzugefügt werden?
Ja: ganz schnell die besten Freunde informieren und Karten reservieren!
Das geht natürlich auch über diese E-Mail-Adresse!
–
Mit besten Grüßen
Kabarett-Organisation
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
>>> die Homepage der guten Unterhaltung im Harzkreis: www.kabarett-genial.de
PS 1: Vorschau auf JAN 2012:
ANNI HARTMANN: “Schwamm drüber? Der besondere Jahresrückblick 2011″ Und da gab es ja dieses Jahr eine Fülle von Themen, man denke nur mal an den Fall …
Nein, ich will nicht zu viel verraten! Nur soviel: die Spieldaten:
>Mi, 4.1., 19:30 WR
>Do, 5.1., 20:00 HBS
>Fr, 6.1., 20:00 QLB
Geschrieben in Veranstalt./Termine | Drucken | Keine Kommentare »
Ein Glanzlicht bürokratischen Seins in Quedlinburg!
20.11.2011 by kucaf.
Ein Glanzlicht bürokratischen Seins in Quedlinburg!
In der Mitteldeutschen Zeitung vom Freitag 18.11.2011 fand sich ein Beitrag, welcher sich mit Glanzlichtern bürokratischen Seins in Quedlinburg auseinandersetzt. Ein kleiner Buchladen, welcher ein durchaus interessantes Angebot hat und in welchen ich schon manches gute Gebrauchtbuch erworben, wollte mit einem Fahrrad werben. Zwar findet sich der Laden auf der Ost-West-Achse der historischen Neustadt, aber abseits der Null, in einem Teil der Straße, welcher nicht besonders Einladend daherkommt und wo noch so mancher Geschäftsraum verweist ist. Nun wird die historische Neustadt bei weiten nicht so von Touristen frequentiert wie die Altstadt und es erfordert schon einigen Mut in einer von gewerblichen Leerstand geprägten Straße ein Geschäft zu eröffnen, wenn dann aber von Seitens der Stadtverwaltung einfache und preiswerte Werbemaßnahmen untersagt werden, ist das alles andere als verständlich. Wo auf der einen Seite um Investoren geworben wird, wird auf der anderen Seite Engagement blockiert. Letztlich wird um eine Bagatelle gestritten, wobei der Stadtverwaltung anscheint die Argumente ausgehen, wenn zur Allealles-Keule gegriffen wird. Leider ist der Beitrag auf der Internetseite der MZ nicht zu finden.
Zum Beitrag selbst habe ich via Internet folgenden Leserbrief geschrieben:
Leserbrief zum Beitrag „Amtsschimmel mag keine Drahtesel“ vom 18.11.2011, Quedlinburger Harzbote:
Amtsschimmel für alle!?
Geschrieben in Spuren/Gefunden, Alles was Recht ist?, Quedlinburg, Gedanken | Drucken | Keine Kommentare »
Zwei Kommentare und ein Leserbrief
29.10.2011 by kucaf.
Zwei Kommentare und ein Leserbrief
Auf der Seite von Barth Engelbart finden sich in den letzten Tagen zwei Beiträge zur Position der Partei DIE LINKE zum Libyenkrieg der NATO. Zu beiden Beiträge, auf welche ich hiermit verweisen möchte, habe ich jeweils ein Kommentar hinterlassen. Dabei ist gerade auch die Position der Partei DIE LINKE zu hinterfragen, die beiden Beiträge gegen durchaus Aufschluss über das eigentliche Wesen dieser Partei. Sie ist angekommen im System und damit besteht ihre Aufgabe darin das System zu stützen, es zu halten und alles zu tun, damit es am Leben bleibt. So beschäftigt sich der erste Beitrag mit dem Verhalten der Linken während des Krieges und der zweite Beitrag in Auswertung desselben, wobei der Krieg eigentlich noch nicht zu Ende ist, sondern die NATO nach wie vor ihre Bomben wirft.
Mein Kommentar zum ersten Beitrag:
Aber der Tod von Illusionen ist auch ein Schrei nach Leben!
Ja so ist es, in Kriegen sterben auch Illusionen, so auch die Illusion von unabhängiger organisierter deutscher Friedensbewegung, oder auch friedfertiger Linken! Dabei ist es im gegenwärtigen System mit der Unabhängigkeit ohnehin ein Problem, gern wird sie bemüht und besonders wenn es gilt Abhängigkeiten zu verbergen. Wer nimmt den ernsthaft an, dass es zum Beispiel an deutschen Universitäten darum geht, dass System des Kapitals in Frage zu stellen? Kritik schon, die muss sein, immerhin gilt es auch ernsthafter, auf Veränderung abzielender Kritik entgegenzuwirken. Wie gut so etwas gelingt hat gerade der Krieg gegen Libyen gezeigt. Die Logik welche dahinter steckt, es ist immer günstiger den Widerstand gegen die eigene Politik, gegen die eigene Tat selbst zu organisieren, bevor es andere tun! Wenn es andere machen, wird versucht zu unterwandern, nachdem negiert, klein geredet und verunglimpft wurde.
Aber noch einmal zurück zur Unabhängigkeit, was ist schon Unabhängig und vor allen von was, von wem, wieso und weshalb? Unabhängigkeit ist eine Illusion und wird dieses auch immer bleiben, Unabhängigkeit ist nicht einmal lebensfähig, sie bedeutet den Tod, im Falle der Friedensbewegung den gesellschaftlichen Tod! Auch wenn jetzt nach langer Ruhe wieder getrommelt wird und versucht wird zu Retten was zu Retten ist, so ist zumindest erhebliches Vertrauen verloren gegangen. Das Verhalten der Friedensbewegung in diesem Land zeigt, im Gegensatz zum Verhalten vieler Friedensbewegter, welche Abhängigkeiten der vermeidlichen Unabhängigkeit zu Grunde liegen. Der Götze Unabhängigkeit im Tempel des Mammons hat gelitten und es ergeben sich Möglichkeiten diesem zu entkleiden, Abhängigkeiten aufzuzeigen, aber auch eine abhängige Friedensbewegung aufzubauen. Eine Friedensbewegung, deren einzige Unabhängigkeit in der Unabhängigkeit von den verschiedensten Götzen des Kapitals besteht, ansonsten abhängig von konkreten und allgemeinmenschlichen Bedürfnissen und Interessen ist.
Nun mein Kommentar zum zweiten Beitrag:
Ja, was soll man dazu sagen? Immerhin „stellen sich zahlreiche Fragen nicht nur zu den Umständen seines Todes, zu Menschenrechtsverletzung auf beiden Bürgerkriegsseiten und zu den realen Opferzahlen des Krieges.“ Wenn schon eine Schuldfrage zu klären ist, dann sind doch bitte beide Seiten Schuld, die Logik dieser Aussage. Die Angreifer, weil sie angegriffen und die Verteidiger, weil sie sich verteidigt haben! Und wenn dazu noch das Märchen vom Bürgerkrieg erzählt wird, stimmt die Welt wieder, jedenfalls bei der Partei DIE LINKE. Nur kann bei solch massiver NATO Unterstützung überhaupt von einem Bürgerkrieg die Rede sein? Oder ist es nicht eher so, dass der Aggressionskrieg der NATO gegen das libysche Volk von einigen libyschen Kollaborateuren und islamischen Söldnern unterstützt wurde? Nach den neusten Erkenntnissen, welche sich zum Teil sogar in den Meinungsmachemedien spiegeln, müsste das selbst Strategen der Partei DIE LINKE auffallen.
Wenn letztlich Verbrechen nicht mehr geleugnet werden können, so müssen sie wenigstens relativiert werden und hätte sich das libysche Volk nicht verteidigt, so wäre der Schaden nicht so groß! Welch fatale Logik, lasst euch knechten, ergebt euch und fügt euch in euer Schicksal, was eine solche Herangehensweise auch für unser Volk bedeutet, scheinen sich die meisten Menschen hierzulande nicht bewusst zu sein. Kritik ja, aber das System des Kapitals in Frage stellen, würde doch etwas zu weit führen. So hat die Partei DIE LINKE sich anscheinend zum Ziel gesetzt, das System zu erhalten, nur in seinen Wirkungen für die Menschen verträglicher zu gestallten. Es wird gekämpft um Gerechtigkeit, Gerechtigkeit der Ausbeutung! Ein jeder Mensch in diesem Lande hat das Recht ausgebeutet zu werden. Gegen HARTZ IV wird gefochten, warum, weil es sozial ungerecht ist, oder eine Form des kalten Krieges gegen das eigene Volk?
Geschrieben in Aktuell: Libyen, Spuren/Gefunden, Leserbrief, Veranstalt./Termine | Drucken | 1 Kommentar »
Kabarett November 2011
29.10.2011 by kucaf.
Kabarett November 2011
Liebe KABARETTgenail!-Fangemeinde,
das Beste zuerst:
Die Bundesvereinigung Kabarett feiert am 4. und 5. November das 21. Kabarettfestival in Aschersleben.
Für das Eröffnungsprogramm am Fr., 4.11.2011, 20 Uhr im Bestehornhaus gibt es seit einem halben Jahr keine Karten mehr, denn
GEORG SCHRAMM ist präsent mit seinem Programm „MEISTER YODAS ENDE - Über die Zweckentfremdung der Demenz“!
WIR KÖNNEN IHNEN NOCH EINZELNE RESTKARTEN ANBIETEN!!
Anfragen bitte an diese Mail. Und: wir handeln nach dem Prinzip Eike von Repgow: “Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!”
Das ganze und ausführliche Programm des Kabarettfestivals finden Sie hier:
http://www.bundesvereinigung-kabarett.de/veranstaltungen/festival11/festival.htm
Geniales Kabarett am Klavier mit Martin Zingsheim und seinem Programm “Opus meins”
Do 03.11.2011 | 20:00 Uhr | Bibliothekskeller | HBS
Fr 04.11.2011 | 20:00 Uhr | KuZ Reichenstraße e.V. | QLB >> offizielle Außerhaus-Vorstellung des Kabarett-Festivals der BVK in Aschersleben
Sa 05.11.2011 | 19:30 Uhr | Wernigeröder Kunst- & Kulturverein e.V. | WR
HZ. Das KABARETTgenial! erobert wieder die Kleinkunstbühne des Harzkreises. Am kommenden Donnerstag bis Samstag spielt um Martin Zingsheim sein Kabarettprogramm. Doch was tut er? Er singt - und zwar über die eigenen Verhältnisse.
Ein Mann sitzt am Klavier und spielt. Spielt mit seiner Meinung, bis politische Chansons aus dem doppelten Boden wachsen und absurde Liebeslieder angetrunken von den Bäumen fallen: „Witz schlägt unbemerkt in Wahrheit um in rockigen Chansons, die weit entfernt sind von der sozial-kritischen Massenware“ (Mainzer Rheinzeitung). Der “politisch völlig inkorrekte verbale Giftschrankakrobat” ist ein “Mann der Sprache” (Schwetzinger Zeitung) und verkörpert mit seinen erst 27 Jahren “so etwas wie die erneuerbare Energie auf Deutschlands Kleinkunstbühnen” (Kölner Stadtanzeiger).
Intensive Texte - fulminante Musik: Der Pianist des preisgekrönten Kleinkunst-ensembles Das Bundeskabarett ist “ein Querdenker, der geschickt mit den Erwartungen des Publikums spielt und selbst vor kabarettistischen Tabus […] nicht halt macht” (KStA). Ständig aktualisierte Lieder fürs dritte Jahrtausend - ein kabarettistisches work in progress. Dem jungen Künstler gelingt musikalisches Kabarett der neuen Generation auch deshalb, weil er “mit leichter Hand Gegensätzliches vermengt” (KStA) und seine brilliant-verkopften Überleitungen mit der Leichtigkeit des Stand-Ups zu präsentieren weiß. “
Der Musiker und Komponist setzt musikalische Glanzlichter” (Elbe Jeetzel Zeitung) und “verquirlt heterogene Elemente zu einem scharfen Gebräu aus politischem Chanson, Balladen und Sprachkritik” (KStA). Worüber man nicht sprechen darf, davon muss man singen. Und Zingsheim hat es eilig: als Schubert so alt war wie er, hatte er noch vier gute Jahre: “Eine schwindelerregende, intellektuelle Achterbahnfahrt, die man so schnell nicht vergisst” (KStA).
Weitere Infos und Termine der Gastspielreihe unter www.kabarett-genial.de u.a. mit einem Filmmitschnitt aus “Nightwash”!
Geschrieben in Veranstalt./Termine | Drucken | 1 Kommentar »
Nun gibt es einen neunen Leiter der Stadtinformation in Quedlinburg, …
14.10.2011 by kucaf.
Zeiten ändern sich, Ansichten auch!
Nun gibt es einen neunen Leiter der Stadtinformation in Quedlinburg, eingestellt wurde er um neuen Wind zu generieren, der Aussage entsprechend so zu sagen als Herzschrittmacher.
In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, das am 21.07.2010 in der MZ zur selben Person zu lesen war: „Auch auf das Angebot, Michael Riegler bei der QTM zu beschäftigen, habe er natürlich ausgeschlagen. “Der Mann ist Historiker, kein Touristiker”, so Bracht. Er habe jedenfalls erst einmal eine einstweilige Verfügung beim Landgericht beantragt - wegen der Namensgleichheit “Quedlinburger Stadtinformation”.“
Nur ädern sich die Zeiten, denn am 07.10.2011 war in der selben Zeitung zu lesen: „Für Michael Riegler gibt es derzeit nichts Schöneres, als im Harz zu arbeiten. … Der 28-jährige Historiker, in Freiburg im Breisgau geboren, kam vor sechs Jahren aus beruflichen wie privaten Gründen nach Hedersleben. Seit vier Tagen ist er der neue Chef der Stadtinformation der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH (QTM).“ Nun scheint es also kein Hindernisgrund mehr zu sein, dass der Mann Historiker und kein Touristiker ist, was ich übrigens damals schon nicht verstanden habe. Auch gab es einen Sinnenswandel zum Umfang der Arbeit, hieß es doch vor über einen Jahr noch: „und um den Harz als Ganzes zu vermarkten, dafür gebe es den Harzer Tourismusverband.“ wobei dieser Sinneswandel des Herrn Bracht durchaus zu begrüßen ist, denn Quedlinburg ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für die Erschließung des Harzes und des Harzvorlandes. Keinen Sinneswandel gab es hingegen in einem anderen Punkt, obwohl der ehemalige Geschäftsführer des oft geschmähten Konkurrenten eingestellt wurde, gilt für die Gästeführer nach wie vor: „was die Gästeführer betrifft, hält sich Bracht noch zurück. Es werde aber keinen Stadtführer geben, “der für ihn und für uns läuft”, gibt er sich kämpferisch.“ Ein wahrer Kämpfer also, nach wie vor, nur wofür?
Ja, es liegt einige Zeit zwischen den beiden Beiträgen in der MZ und einiges Wasser ist die Bode hinuntergeflossen, entscheidende Veränderungen hat es aber nicht gegeben. Immer noch wird ein kindischer Kleinkrieg geführt und mir gegenüber wurde von einer Kollegin auch die Meinung vertreten, dass es vom Geschäftsführer der Quedlinburg Tourismus Marketing GmbH ein kluger Schachzug gewesen sei, diesen Herren abgeworben zu haben. Von jemand anderen habe ich hingegen erfahren, dass die Trennung vom ehemaligen Arbeitgeber wohl nicht reibungslos erfolgte sein soll. Letztlich ist dieses auch weiter nicht von Bedeutung, denn wenn etwas in der Öffentlichkeit mit der konkurrierenden Information zu tun hatte, war immer die Rede vom Initiator und Inhaber dieser, oder dem Mönch, welcher für die „grüne“ Information Führungen realisiert, aber nicht vom Geschäftsführer. Jedenfalls nicht soweit ich mich erinnern kann, lasse mich aber gern auch eines besseren belehren.
Geschrieben in Auseinandersetzung in Quedlinburg, Stadtführung, Gedanken | Drucken | 1 Kommentar »
KABARETT Oktober 11
30.9.2011 by kucaf.
Spaß mit Lampenfieber bei KABARETTgenial!
Es ist wieder so weit: das KABARETT LAMPENFIEBER gastiert im Okktober im Harzkreis. Spielszenen in schnellem Wechsel, schrille Figuren in bunten Kostümen aber mit Aussagen, die nicht selten unter die Haut gehen, das ganze mit tollen Musik- und Gesangsstücken kombiniert - das ist das Markenzeichen der drei Berliner.
Einen kleinen Vorgucker gibt es auch:
beim Regionalfernsehen Harz und auf der Internetseite www.kabarett-genial.de
Kabarett LAMPENFIEBER [Berlin]: “Ananas als man denkt“
Fr 07.10.2011 | 20:00 Uhr | KuZ Reichenstraße e.V. | QLB
Sa 08.10.2011 | 19:30 Uhr | Wernigeröder Kunst- & Kulturverein e.V. | WR
So 09.10.2011 | 20:00 Uhr | Soziokulturelles Zentrum Zora | HBS
Aus der Traum für das Traumschiff! Der Luxusliner hat Schiffbruch erlitten und die Passagiere sind irgendwo in der Südsee gestrandet. Neben dem weiblichen Kapitän und ihrer Besatzung finden sich dort jede Menge merkwürdige Typen wieder, die man sich schon immer auf eine einsame Insel gewünscht hat: der Möchtegern-Wutbürger, der gegen alles und jeden protestiert und erst mal eine spontane Demo anzettelt, die Fernseh-Auswanderer, die sich das Auswandern wie immer ganz anders vorgestellt haben, der pedantische Hausmeister, dem auf der Insel einfach zu viel Sand auf dem Fußboden liegt. Vera Int-Veen, Tine Wittler und Daniela Katzenberger waren eigentlich gemeinsam auf dem Weg zum Moderatorencasting und machen aus der ganzen Havarie kurzerhand eine Live-Dokusoap.
Die drei Besatzungsmitglieder vom Kabarett Lampenfieber schlüpfen wie immer in die verschiedensten Rollen und bieten in der gewohnten Mischung aus Szenen und Liedern eine kabarettistische Kreuz- und Querfahrt - von Medienpersiflage bis zum ganz normalen Alltagswahnsinn. Eine Mischung irgendwo zwischen Loveboat, Lost und Dschungelcamp.
www.kabarett-lampenfieber.de
Mit besten Grüßen
KABARETTgenial!-Organisation
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>>> die Homepage der guten Unterhaltung im Harzkreis: www.kabarett-genial.de
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“Zigeunerbilder in Deutschland”
28.9.2011 by kucaf.
Grimmelshausen
Das sind die Themen, die Prof. Solms am 4. Oktober um 19.00 Uhr im Theophano erläutern wird. In einem neunzig minütigen Referat wird ein Überblick über die Geschichte und die Kultur von Sinti & Roma in Deutschland gegebenen, kritische Fragen werden aufgeworfen aber auch gleich beantwortet. Wer ist das „Fahrende Volk“ – wie leben sie und wie reflektiert sie die Gesellschaft?
Eintritt: frei
Wann: 4. Oktober 2011 – 19.00 Uhr
Wo: Café Theophano (Quedlinburger Marktplatz)
--
Netzwerk der
"Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage" - Harz
Dachverein Reichenstrasse e.V.
Reichenstraße 1
06484 Quedlinburg
Tel. 03946/2640
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Konzert: Zigeunermusik aus Russland am 30.09.
28.9.2011 by kucaf.
Konzert: Zigeunermusik aus Russland am 30.09.
Gestern erhielt ich folgendes E-Mail:
ZARIZA GITARA spielt Zigeunermusik aus Russland, dem Land, über das seit Jahrhunderten das fahrende Volk zieht. Mit den Zigeunern ziehen ihre Lieder und Tänze, in denen Liebe und Leid, Tanz und Überleben, wärmende Sonne und schneidende Winde so dicht beieinander liegen. Temperamentvoll und leidenschaftlich musizieren zwei russische Sängerinnen, ein ukrainischer Geiger und ein deutscher Gitarrist. Die Weisen, die ausschließlich aus russischen Zigeunerliedern bestehen, wirken so alt, wie die Reisen dieses Volkes und doch so frisch, wie jeder neue Aufbruch.
Zariza Gitara spielen ihre Lieder so ausdrucksstark und lebensfroh, als säßen sie am Lagerfeuer, während die Mädchen in bunte, wehende Stoffe gehüllt um den Hörer herumtanzen.
ZARIZA (= Königin, Zarin) ist ein russisches Wort, welches aber auch Einklang in die Sprache der Zigeuner gefunden hat, es beschreibt eine »unbezähmbare Schönheit«, ähnlich der stolzen Rada in dem erwähnten Film.
ZARIZA wurde deshalb eine stolze und begehrenswerte Zigeunerfrau von den Männern aus dem Zigeunerlager genannt, wenn diese sie so anbetungswürdig und unvergleichbar fanden in ihre Würde und Schönheit. Dann sangen sie: »Hej, Zariza, schau mich an, höre, wie mein Herz schlägt, wenn Du vorbei gehst…«
Eine solch stolze Schönheit, gepaart mit Sinnlichkeit, Sehnsucht und großer Lebensfreude, prägt auch die Lieder dieses internationalen Ensembles.
Wie kaum eine andere Musik bringen die Lieder der russischen Zigeuner den übergroßen Reichtum der menschlichen Seele zum Ausdruck, in der Glück und Leid so oft so dicht nebeneinander liegen.
Selten ist Musik so sinnlich, ursprünglich und bildhaft wie diese Musik: verhalten und still beginnen die Lieder, um sich dann zu steigern und immer schneller zu werden bis hin zum leidenschaftlichen und mitreißenden Finale.
Melancholische Trauer, tiefes Leid und übergroße Lebensfreude sind da so dicht verwoben innerhalb eines einzigen Liedes, das auch Lachen und Weinen nur zwei Seiten eines menschlichen Gefühls scheinen.
2008 wurde die Gruppe zum Wettbewerb creole - Weltmusik aus Mitteldeutschland nominiert. Sie ist Teilnehmer zahlreicher Weltmusik Festivals (Fest der Kulturen Dresden 2006; Liederflut Grimma 2007, Festival für Folk, Lied und Weltmusik Perleberg 2008; masala Hannover 2009 u. a.).
Die Zariza Gitaras erste CD unter dem Titel “SOVNAKAJ PE TSCHAR” (Gold auf dem Gras) wurde innerhalb der international geprägten Konzertreihe “Musik zwischen den Welten” 2007 im Staatsschauspiel Dresden mit großem Erfolg präsentiert.
Im November 2010 erschien eine neue CD: „Pashe yagorya“ (mit den Augen des Feuers).
Dieses Konzert findet im Rahmen des Projektes ‘WO IST DAS ZIGEUNERLAND?’ statt, welches vom Land Sachsen-Anhalt und den Fonds Soziokultur gefördert wird.
Freitag, 30.09.2011 - Einlass: 19:00 Uhr - Eintritt: 10,00 € (Vorverkauf: 8,00 €)
Kartenvorbestellungen: booking@reichenstrasse.de (Bitte gewünschtes Konzert angeben! Facebookzusagen sind keine Vorbestellung!!)
Booking // Öffentlichkeitsarbeit
KuZ Reichenstrasse
Reichenstrasse 1
06484 Quedlinburg
03946 - 2640
www.reichenstrasse.de
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Privates Kapital heißt letztlich Privatisierung und wie versucht wird eine Stadt unter Druck zu setzen!
19.9.2011 by Tolo.
Heute findet sich in der MZ, Quedlinburger Harz Bote, auf Seite 9 ein Beitrag mit der Überschrift „Europaweite Ausschreibung für privates Kapital“, welcher sich mit dem Kurzentrum in Bad Suderode beschäftigt. Leider ist dieser Beitrag bis jetzt nicht in der Internetausgabe der Zeitung zu finden.
Im Beitrag geht es darum eine Lösung für das defizitäre Kurzentrum zu finden, welche darin bestehen soll Investoren zu werben, was letztlich nichts anderes als Privatisierung bedeutet. Dass die in diesem Zusammenhang erwähnte Zusammenkunft die Form einer nichtöffentlichen Sitzung hatte, ist eigentlich normal wenn es um das Verscherbeln von Gemeineigentum geht.
Nun gehört Bad Suderode zu Quedlinburg, das Land hatte seine Zuwendungen an das Kurzentrum im Vorfeld der Gebietsreform schon eingestellt und somit die Stadt nicht unerheblich unter Druck gesetzt, denn in der neuen Verantwortlichkeit musste diese für die Verluste erst einmal aufkommen. So wird händeringend nach einer Lösung gesucht und diese wird, wie an anderer Stelle und zu früherer Zeit schon in einer Privatisierung gesehen. Dabei ist es egal in welcher Form diese erfolgen wird, ob teilweise, Abschnittsweise, in dem zum Beispiel ein Bettenhaus errichtet wird, ganz oder in Form einer privat-öffentlichen Partnerschaft, in jedem Fall wird die Kosten zu einem großen Teil die Stadt Quedlinburg tragen müssen. Zwar wurde vom Land signalisiert, dass es eine Privatisierung finanziell begleiten würde, wobei Bedingungen zu berücksichtigen sind.
Es wurde zusammen gesessen, beraten und vom Kurdirektor verkündet: es „soll … eine europaweite Ausschreibung geben, um privates Kapital nach Bad Suderode zu holen. Dieses könne aber nur vorgenommen werden, wenn der Quedlinburger Stadtrat für diese Ausschreibung votiert.“ Und dann wird dem Stadtrat die gewünschte Richtung vorgegeben, denn: „sollte es dazu kommen, dann sei vom Ministerium (Wirtschaft) zugesagt worden, die finanzielle Unterstützung fortzuführen, bis ein Investor gefunden ist.“ Was folglich bedeutet, sollte sich der Stadtrat gegen diese Ausschreibung entscheiden, wird es keine Unterstützung vom Land geben. Ja, auch so kann ein Stadtrat, kann eine Stadt finanzielle unter Druck gesetzt werden.
So erkennt zwar das Land „damit die Verantwortung fürs Kurzentrum“ an, wie der Kurdirektor betont, möchte dieser aber nur gerecht werden, wenn der Stadtrat sich für eine Privatisierung ausspricht. Dabei ist unterm Strich das Kurzentrum für das Land nicht einmal ein Verlustgeschäft, da die Steuereinnahmen, welche im Zusammenhang mit dem Kurzentrum erzielt werden, für welche es gar Voraussetzung ist, die Zuschüsse durchaus übersteigen. Als Beispiel werden im Beitrag 1,7 Millionen Euro an Umsatzsteuer genannt. Für Quedlinburg hingegen stellt sich die Situation etwas anders da, da diese Einnahmen nicht der Stadt, sondern dem Land zufließen.
Geschrieben in Regionales, Quedlinburg, Gedanken | Drucken | 1 Kommentar »
