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Archiv der Kategorie Krieg und Frieden
Ein Beitrag zur Theorie der US-Außenpolitik in Ultrakurzform
6.2.2012 by kucaf.
Folgender Text stammt aus der Mailingliste der Freidenker, ich gebe ihn mit Zustimmung des Autors hier wieder:
Von Witold Fischer
Die prinzipielle Zusammenfassung meiner Einschätzung insgesamt, die ich seit 1998 nicht mehr wesentlich ändern mußte:
In den USA existieren
- die eher industriell geprägte, eher katholisch-islamische, im wesentlichen aus französischen Kolonien gebildete Westküstenfraktion (ca. 40% Einfluß)
- die eher mit Rohstoffen und Dienstleistungen, inclusive Finanzdienstleistungen und Medien, befaßte, eher protestantisch-jüdische, im wesentlichen aus britischen Kolonien gebildete Ostküstenfraktion (ca. 40% Einfluß)
- der militärisch-industrielle Komplex (MIK), der vor allem in den spanisch-mexikanischen Gebieten stark ist (ca. 15% Einfluß).
Jede Fraktion strebt mit den Monopolen vom gleichen Typus ein Kartell an, falls diese stark sind, während sie sie zu vernichten trachtet, wenn das möglich scheint, diese also schwach sind. Dies bedingt die Haltung zu den Ländern, in denen die jeweiligen Typen vorherrschend sind:
Die Westküstenfraktion, die derzeit regiert, kooperiert mit Westdeutschland, Frankreich, Japan, Kolumbien, Türkei (und indirekt durch Entspannung mit Kuba, KDVR, Syrien, Iran, Irak, Simbabwe, Myanmar, China usw.) und bekämpft Rußland, Großbritannien (,Venezuela, Bolivien, Libyen, Jugoslawien/Serbien, FARC, DR Kongo usw.). Bei der Ostküstenfraktion ist es genau umgekehrt. Der MIK ist gegen alle in Klammern, China, Rußland usw., Hauptsache es gibt Krieg. Er stützt sich in der EU vor allem auf Spanien, ist in den USA allein zu schwach zum Regieren, spielt aber Zünglein an der Waage und regiert deshalb (fast immer) mit.
Normalkonstellation: Präsident gehört zur einen Fraktion, Vizepräsident zur anderen. Sonst ergäbe ja ein Amtsenthebungsverfahren keinen Sinn.
Ein neuer (richtiger) Krieg beginnt im ersten Quartal des dritten Amtsjahres eines US-Präsidenten. (Afghanistan war 2001 kein richtiger Krieg, wurde es erst später, was die Amis gar nicht wollten.) So lange dauert es, bis der Präsident die Seilschaften ausgetauscht hat. Dann werden noch die Parlamentswahlen im November des 2.Amtsjahres durchgelassen, und dann geht’s los, wenn es losgeht.
Weil das so ist, erzähle ich seit 2008, daß der Iran- (oder aber Syrien-)Krieg frühestens 2015 kommt.
Obiges Schema erklärt klar und eindeutig alle möglichen Kurswechsel der US-Außenpolitik seit 1900. (Außerdem kann man es kaum noch kürzer zusammenfassen.)
Nun mein aktueller Kommentar:
Die jetzige Hysterie ist US-Wahlkampf. Mit der Thematisierung von Iran/Syrien betreibt die Ostküstenfraktion ihren Wahlkampf, weil sie es ist, deren Krieg das wäre. Was macht Obama-Administration? Sie bringt Resolutionsentwurf in US-Sicherheitsrat ein, obwohl klar war, daß Rußland ihn ablehnt. Das ist diplomatisch schon lange nicht mehr üblich, erfüllt aber den Zweck, nunmehr die Russen als die Bösen zu dämonisieren, was der Westküstenaußenpolitik und also ihrem Wahlkampf entspricht.
Schlußfolgerung: Syrien soll den Kriegsbeginn auf März 2015 justieren, kann also jetzt erst mal richtig ausputzen. Aber es ist nicht ausgemacht, daß Obama die Wahl verliert. Wenn er gewinnt, geht es 2015 vielleicht gegen Venezuela oder so.
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Misston im Konzert des Kriegstrommeln!
22.1.2012 by kucaf.
Misston im Konzert der Kriegstrommeln!
Um Kriege gegen anderen Länder und Völker zu führen, wird immer wieder zur Lüge gegriffen, so auch im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Jugoslawien, aber auch anderen Kriegen der jüngeren Vergangenheit. Auf der Seite von Barth-Engelbart wird auf einen Beitrag des NDR vom 16.01.2012 aufmerksam gemacht. Welcher eine positive Ausnahme im ansonsten medialen Kriegsgetrommel darstellt. Wahrscheinlich auch ein Grund, dass dieser Beitrag nicht gerade zur besten Sendezeit gezeigt wurde. Aber nicht nur aus diesem Grund, sind ihm viele Zuschauer zumindest im Nachhinein zu wünschen. Besonders auch im Zusammenhang mit der Propaganda wie sie gegenwärtig gegen Syrien und Iran verbreitet wird.
Einer der letzten Sätze des Beitrages lautet sinngemäß, „es macht ihn misstrauisch in Nachhinein“, dabei sollte alles was mit Krieg, Kriegsvorbereitung, Waffenklappern jeglicher Art zu tun hat, von Vornherein Misstrauen wecken und Widerstand zeugen.
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Aufruf gegen einen Krieg gegen Iran und Syrien!
4.1.2012 by kucaf.
Dem Link folgend kann der Aufruf gezeichnet und damit unterstützt werden!
Aufruf gegen einen Krieg gegen Iran und Syrien!
„Kriegsvorbereitungen stoppen! Embargos beenden!
Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens!“
So ist ein Aufruf gegen die aktuelle Kriegstreiberei gegen Iran und Syrien überschrieben, welchen ich nicht nur auf Grund der jüngsten Erfahrungen aus dem Krieg gegen Libyen unterstütze.
Im Folgenden der Text oben genannten Aufrufs:
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Signale auf Krieg, eine Zukunft für Krieger!?
27.11.2011 by kucaf.
Signale auf Krieg, eine Zukunft für Krieger!?
Auch hierzulande wird für Krieg geklappert, die Bundeswehr umgerüstet und Kriegsführung gerechtfertigt. Menschenleben zählen wenig, allein die zu vertretenden und zu verteidigen Interessen sind entscheidend. Und so wird der Mord an bis zu 142 Menschen in Afghanistan vor mehr als zwei Jahren, durch einen deutschen Offizier nicht bestraft, sondern gerechtfertigt bis glorifiziert! Historische Parallelen sind nicht nur erkennbar, sie zeugen auch vom gleichen Geist, welcher heute wie damals hinter Krieg und Völkermord steht.
In der Zeitschrift Ossietzky findet sich ein Aufsatz zum Thema.
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Den Opfern dieses Irrsinns mein Beileid!
19.11.2011 by kucaf.
Auch nur ein Akt der Verwertung?!
Wenn ich das Internet aufrufe, mein E-Mailprogramm öffne, erscheinen in der Regel irgendwelche Berichte, oder zumindest Verweise auf diese. Gelegentlich nehme ich den einen oder anderen Bericht zum Gegenstand einer Betrachtung. Heute fand ich wieder einen Beitrag, welcher mich eigentlich nicht interessiert, aber hervorragend in die mediale Affekthascherei passt. Und so wird über einen zivilisatorischen Schrothaufen berichte, welcher in Ergebnis des beständig tobenden Krieges auf den Autobahnen entstanden ist. Tote hat es gegeben und sehr viel Schrot, nur was soll mich solch Nachricht interessieren, wenn ich nicht selbst betroffen bin, also Bestandteil dieses Schrot werdenden Seins? Sicher wäre es dramatisch, würde ich mitten drin, oder auch am Rande, da dieses aber nicht der Fall ist, ist es nur eine Nachricht unter vielen, welche tagtäglich über uns kommen und mit Tod und Leid in dieser Welt konfrontieren. Pietätlos möge es sein, so mitleidslos über die Toten und Verletzten zu schreiben, rührseliges Bedauern sollte verkündet werden, nahe sollte so etwas einen gehen! Nur warum? Weil Menschen sterben? Das machen Sie woanders auch, manche sogar freiwillig, andere werden zu Tode gebombt, die Medien rechtfertigen so manchen Tod, wie jüngst in Libyen, als Nato-Truppen zehntausende Libyer in Freiheit und Demokratie bombten. Vom Leben wurden sie befreit, ohne dass sie es wollten! Nun wollten die durch Unfall getöteten sicher auch nicht sterben, trotzdem begaben sie sich in die Gefahr, dafür wird ihnen wesentlich mehr Aufmerksamkeit zuteil, als den durch Nato-Bomben zerfetzten Libyer, oder auch den Afghanen, welche nach wie vor dem Terror der Besatzer ausgesetzt sind. Ein Thema ist dieses für die Medien schon lange nicht mehr, höchstens ein unliebsames welches nach Möglichkeit umschifft wird. Die Toten auf Deutschlands Straßen taugen da schon eher, vor allem wenn sie gehäuft auftreten, in Folge einer Massenkarambolage, um des Volkes Seele zu rühren. Und wo Schatten ist, da ist immer auch Licht, das Geschäft mit Unfall und Tod blüht!
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Zehn Anmerkungen zum Krieg in Libyen unter Berücksichtigung imperialer Bestrebungen.
17.11.2011 by kucaf.
Zehn Anmerkungen zum Krieg in Libyen unter Berücksichtigung imperialer Bestrebungen.
Was hat der Krieg in Libyen mit der Eurozone zu tun?
Eine komplexe Betrachtung des Libyenkrieges und seiner Folgen findet sich auf der Seite von Barth-Engelbart. Dabei hat der Verlauf in jüngster Vergangenheit verschiedene Voraussagen im Text schon bestätigt.
Ein interessantes Zitat aus dem Text: „Arabischer Frühling : Ändern, damit sich nichts ändert, außer dort, wo dies in unserem eigenen Interesse ist (Libyen).“
Hier der komplette Text:
Der politische Analyst, Historiker und Zukunftsforscher, Prof. Dr. Luigi Ambrosi hat zahlreiche Bücher in Italien publiziert, schreibt für führende wissenschaftliche Periodika und lehrt(lehrte) an Universitäten in Rom, Mailand, Bolongna, Calabria ..
Prof. Dr. Luigi Ambrosi: 10 Geostrategische Anmerkungen zur Besetzung Libyens -
Luigi Ambrosi è dottore di ricerca in Storia contemporanea presso La Sapienza-Università di Roma. Si è laureato a Bologna, ha svolto un master in Storia, didattica e comunicazione a Milano e collabora all’attività didattica presso l’Università della Calabria. Ha pubblicato una monografia, La rivolta di Reggio. Storia di territori, violenza e populismo (Rubbettino, 2009, con Prefazione di Salvatore Lupo), e saggi su varie riviste scientifiche: «Giornale di storia contemporanea», «Storia e Futuro» e «Zapruder», della cui redazione fa parte. Ha partecipato a workshop e seminari di studio in Italia e in Francia. Si interessa di storia della conflittualità e dell’ordine pubblico, del rapporto tra politica e territorio, di identità locali e populismi.
Luigi Ambrosis folgenden Artikel hat Bernd Duschner ins Deutsche übersetzt und mich gebeten, ihn hier zu veröffentlichen:
Der nachfolgende Artikel von Luigi Ambrosi erschien bereits am 24.10.2011 in diversen italienischen Publikationen wie z. B. resistenze.org, hat jedoch nichts an Aktualität verloren. Die deutsche Übersetzung besorgte Bernd Duschner.
Mit der Hinrichtung Gaddafis und der Besetzung Libyens unter zu Hilfenahme der Marionettenregierung des Übergangsrates, endet zunächst eine weitere imperialistische Operation der Hauptmächte des früheren Kolonialismus.
Das gesamte Bündnis der westlichen Sieger im 2.Weltkrieg (USA, GB, Frankreich) findet sich wieder vereint, um sich die Ressourcen eines souveränen Staates einzuverleiben.
Einige geopolitische Anmerkungen sind dazu angebracht. Dabei verstehe ich unter Geopolitik die Analyse der internationalen Kräfteverhältnisse. Obwohl frühere historische Ereignisse (vom Wiener Kongress bis zur Konferenz von Yalta) es nahelegen sollten, geopolitischen Zusammenhängen besondere Aufmerksamkeit zu widmen, werden sie in den Analysen noch nicht angemessen berücksichtigt.
Erste Anmerkung: Die „Rückeroberung“ Libyens bedeutet einen Sieg der Nato und des westlichen Imperialismus auf internationaler Ebene.
Sie bekräftigt ihre politische und militärische Vormachtstellung auf dem Planeten. Sie ist eine Warnung an alle souveränen Staaten davor, sich den wirtschaftlichen und politischen Interessen der Länder der westlichen Allianz nicht entgegenzustellen. Trotz ihrer Wirtschaftskrise verfügen sie über ein militärisches Potential, das ihnen die Überlegenheit sichert. Iran, Venezuela, Bolivien und vor allem die BRICS Staaten sind gewarnt. Wir haben eine offen neokoloniale Operation der alten Kolonialmächte erlebt. Wir können sie als einen ersten Sieg der Nato im neuen Weltkrieg, dem Weltkrieg gegen die BRICS Staaten mit China an der Spitze, ansehen. Der Präsident der USA Barack Obama hat erklärt, der Tod Gaddafis bedeute, dass „wir jetzt in der ganzen Welt die Macht der amerikanischen Führung sehen“. Dazu hat er dieses Mal erreicht, dass zahlreiche europäische Staaten an dem Krieg teilgenommen haben.
Zweite Anmerkung: Die BRICS Staaten und ihr wachsender politischer (und wirtschaftlicher) Einfluss als Gegenpol zum westlichen Imperum und der Nato haben einen spürbaren Rückschlag erhalten.
Der Großteil der Länder der Welt dürfte von diese Machtprobe, der Vernichtung eines souveränen Staates, der Hinrichtung eines Staatsoberhauptes, der Zerstörung seiner Infrastruktur und der Beschlagnahme seiner Rohstoffe als Ergebnis eines acht Monate dauernden Krieges eingeschüchtert sein. Falls hinter der Entscheidung Russlands und Chinas nicht eine wohldurchdachte Strategie steckt, dürfte ihr Verzicht auf ihr Veto in der UNO ein schwerer Fehler gewesen sein. Die USA setzen ihrerseits seit Jahrzehnten bei Resolutionen über den Staat Palästina ihr Veto ein. Wir wollen nicht glauben, dass sich China allein mit den Erklärungen des US Vizepräsidenten über die Anerkennung der Souveränität Chinas über Taiwan und Tibet zufriedenstellen ließ. Mit Sicherheit braucht China Zeit und vermeidet Fallstricke, die zu einer offenen Konfrontation führen können. In Russland hat jetzt der Wahlkampf begonnen. Er dürfte zur Ablösung von Medwedew durch Putin führen. Medwedew hatte sich stärker mit dem Westen eingelassen. Tatsache bleibt, dass beide Mächte einen Rückschlag und spürbaren wirtschaftlichen Schaden erlitten haben (30.000 chinesische Arbeiter wurden aus Libyen evakuiert, große Verträge Russlands über militärische Lieferungen und die Ausbeutung von Öl- und Erdgaslagerstätten wurden annuliert usw).
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Wovon das libysche Volk befreit wurde!
16.11.2011 by kucaf.
Wovon das libysche Volk befreit wurde!
Nun scheint der Krieg in Libyen erst einmal ein Ende gefunden zu haben, jedenfalls wurde der Sieg verkündet und über kriegerische Handlungen ist in den Medien gegenwärtig nichts zu vernehmen. Dafür wird um so mehr für neue Kriege getrommelt, auf der Agenda stehen gegenwärtig Syrien und Iran, in Syrien läuft das Schema ähnlich wie in Libyen ab und im Iran wird wie gehabt das Atomprogramm des Landes zum Anlass genommen. Als der Kampf der NATO gegen das libysche Volk noch tobte, war an einen weiteren Krieg zwar schon gedacht worden, allein es waren noch Kräfte gebunden. Dafür wird nun umso intensiver die Kriegstrommel geschlagen.
Im Oktober fanden sich im Schweiz Magazin folgende Tatsachen zur „Befreiung“ des libyschen Volkes, ja von was wurde dieses Volk eigentlich befreit! Im Folgenden der Text aus dem Schweiz Magazin, auf welchen ich hier aufmerksam wurde:
Was der Diktator und Tyrann Gaddafi seinem Volk alles antat, wird jetzt täglich Stück für Stück bekannt. Hier eine Aufzählung seiner Grausamkeiten unter denen die Libyer 4 Jahrzehnte leiden mussten.
1. Es gab keine Stromrechnung in Libyen. Strom war kostenlos für alle Bürger.
2. Es gab keine Zinsen auf Kredite. Die staatlichen Banken vergaben Darlehen an alle Bürger zu null Prozent Zinsen per Gesetz.
3. Ein Heim/Zuhause zu haben galt als ein Menschenrecht in Libyen.
4. Alle Frischvermählten in Libyen erhielten 50.000 US-Dollar. Dieses Geld sollte den Menschen ermöglichen ihre erste Wohnung zu kaufen. Die Regierung wollte so zum Start einer Familie beitragen.
5. Bildung und medizinische Behandlungen waren frei in Libyen. Bevor Gaddafi an die Macht kam konnten nur 25 Prozent der Libyer lesen. Heute liegt die Zahl bei 83 Prozent.
6. Wollten Libyer in der Landwirtschaft Karriere machen, erhielten sie Ackerland, eine Bauernhaus, Geräte, Saatgut und Vieh als Schnellstart für ihre Farmen und das alles kostenlos.
7. Wenn Libyer keine Ausbildung oder medizinische Einrichtungen finden konnten die sie benötigten, hatten sie die Möglichkeit mit der Hilfe staatliche Gelder ins Ausland zu gehen. Sie bekamen 2.300 USD im Monat für Unterkunft und Auto gezahlt.
8. Wenn ein Libyer ein Auto kaufte, subventionierte die Regierung 50 Prozent des Preises.
9. Der Preis für Benzin in Libyen war 0,14 $ (12 Rappen oder ca. 0,10 Euro) pro Liter.
10. Wenn ein Libyer keine Arbeit bekam nach dem Studium, zahlte der Staat das durchschnittliche Gehalt des Berufs in dem er eine Arbeit suchte, bis eine fachlich adäquate Beschäftigung gefunden wurde.
11. Libyen hat keine Auslandsschulden und ihre Reserven in Höhe von 150.000.000.000 $ sind jetzt weltweit eingefroren und wohl für immer verloren.
12. Ein Teil jeden libyschen Öl-Verkaufs wurde direkt auf die Konten aller libyschen Bürger gutgeschrieben.
13. Mütter die ein Kind gebaren erhielten 5.000 US-Dollar.
14. 25 Prozent der Libyer haben einen Hochschulabschluss.
15. Gaddafi startete Das “Great-Man-Made-River-Projekt” (GMMRP oder GMMR, dt. Großer menschengemachter Fluss-Projekt) in Libyen Es ist das weltweit größte Trinkwasser-Pipeline-Projekt für eine bessere Wasserversorgung von Bevölkerung und Landwirtschaft.
Gott sei Dank haben Nato und Rebellen das libysche Volk davon befreit.
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Nun geht ein großes Gejammer …
15.11.2011 by kucaf.
Nun geht ein großes Gejammer durch die Medien, faschistische Banden morden, zumindest eine Bande scheint jetzt aufgeflogen zu sein. Und wem wundert es, wenn selbst Geheimdienste der BRD verstrickt sind, halten diese rechte Organisationen doch mittels V-Leute am Leben, bieten ihnen Schutz und Deckung. Das dann der eine oder andere Agent neben der Tat steht und diese geschehen lässt, verwundert wenig, sind doch die Identitäten der V-Leute zu schützen. Dabei werden eigentlich nur Traditionen gepflegt! Haben nicht gerade bundesdeutsche Geheimdienste ihre Wurzeln im faschistischem deutschen Reich? So gesehen handelt es sich dabei eigentlich nur um ein zurück an die Wurzeln und das mit tragisch, traditionellen Konsequenzen.
Beobachtet werden kann aber auch, dass die Medien etwas zu berichten haben, groß aufgeheult wird, um letztlich wieder zur Tagesordnung überzugehen, ohne die eigentliche Ursachen solcher Taten aufzudecken. Das Gründe durchaus benannt werden, steht zwar außer Frage, diese werden in der Regel aber den Persönlichkeitsmerkmalen der Täter zugeordnet, nicht den gesellschaftlichen Ursachen, welche solche Persönlichkeiten hervorbringen!
Ein Text, welcher die Vorgänge anders beleuchtet, findet sich auf der Seite von Barth Engelbart, interessant dabei auch die Aussagen zu Reaktionen von Politikern.
Nun ja, das große Stöhnen hat eingesetzt und alles soll unternommen werden um aufzuklären, vor allen die Zusammenhänge, Kommissionen werden gegründet, Fragen werden gestellt und Antworten gesucht. Wie konnte es sein, dass die Täter sich so lange verstecken konnten, in wieweit ist der Verfassungsschutz selbst verwickelt usw. usf. Und auf die Fragen wird es Antworten geben, Antworten, welche den Fragen folgen, für Aufregung sorgen werden, den Ursachen für die fortschreitende Entzivilisierung in der Gesellschaft aber nicht näher kommen werden.
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Demokratie oder Diktatur in Griechenland?
3.11.2011 by kucaf.
Demokratie oder Diktatur in Griechenland?
Nun ist die Ablenkung gelungen, europäischer Druck und Empörung fruchten und so wird in Griechenland von angekündigter Volksabstimmung über das „Rettungspaket“ zur offenen Diktatur umgeschaltet. Experten sollen eine Regierung stellen, Politiker nicht beteiligt und alles unter Dach und Fach bringen. Anschließend soll es Neuwahlen geben, dass kann schon im Dezember sein, ist zu lesen. Letzteres lässt auf einen sehr engen Zeitplan schließen, um das „Rettungspaket“ durchzudrücken! So ist es nun einmal, selbst die beschränkte bürgerliche Demokratie hat sich hier als unpraktisch erwiesen und so wird sie einfach zu den Akten gelegt. Hier geht es um Monopolinteressen, hier geht es um sehr viel Geld, da werden keine Spielchen mehr geduldet, das ist zu ernst und keine Zeit mehr sich in demokratisches Geplänkel zu ergeben. Der Jahresabschluss der Bankhäuser muss gemacht werden, Geld steht bereit und nun soll es gefälligst auch den Besitzer wechseln! Aber nicht nur dieses, auch der Schuldenschnitt wird erst mit der griechischen Zustimmung möglich, dass sind Verluste, welche es gilt zu Bilanzieren! Wie schon gesagt, Profanerweise geht das Jahr zu Ende und Verluste machen sich in Jahresabschlüssen nicht nur schlecht, zumindest schmälern sie die Gewinne und somit auch die Steuerschulden der Banken.
Zwar hatten Banken angekündigt ihre Zusagen zum Schuldenschnitt zurück zu nehmen, wenn die Griechen abstimmen wollen, aber angesichts der Tatsachen in Griechenland kann eine solche Drohung nur ins Leere laufen. Banken verzichten auch nicht ohne Grund auf Forderungen, solange sie eine Möglichkeit sehen diese noch eintreiben zu können. Das Zugeständnis der Banken ist dem Umstand geschuldet, dass sie ohnehin auf einen großen Teil der Forderungen sitzen bleiben würden. Dabei ist den Banken sicher die halbe Miete lieber, als der ganze Verlust, vor allen wenn diese Miete von dritten gezahlt wird! Außerdem können die Banken ja auch noch an den mit dem „Rettungspaket“ verbundenen Sparprogrammen und Privatisierungen verdienen, ein saftiger Brocken also.
Und allein stellt sich die Situation so da, dass Griechenland von sich aus die andere Hälfte auch nicht bedienen könnte und aus diesem Grund wurde ein Rettungsprogramm der EU für die Banken geschmiedet. Dessen Annahme letztlich zwar ein Ausbluten des Landes bedeuten würde, was aber nicht hindert zum großen “Restefressen” zu blasen. Den Staatsbankrott kann Griechenland noch früh genug beantragen, wichtig ist, dass dieses nicht erfolgt, bevor der letzte verwertbare Tropfen “Blut” geflossen ist.
Das einzige Haar in der Suppe, die Griechen müssen zustimmen, zumindest die Regierung. Da der allgemeine Widerstand in Griechenland aber nicht zu brechen und von der Hand zu weisen ist, schon gar nicht zu ignorieren, hat der Premierminister kalte Füße bekommen und sich entschlossen ein Referendum zu initiieren. Sicher auch eine Möglichkeit den Widerstand zumindest in die Irre zu leiten.
Nun hat er aber die Rechnung ohne den eurokratischen Wirt gemacht, welcher auch Geld sehen möchte, wenn es schon da ist! Und bei Geld hört ja bekanntlich die Freundschaft auf, da werden keine demokratischen Spielchen mehr geduldet, vor allen wenn die Zeit drückt. Ein Referendum dauert viel zu lange und die Vergangenheit hat durchaus schon bewiesen, dass ein solches auch in die Hosen gehen kann, dass Volk anders entscheidet, als es in diesem Falle den Vorstellungen der Rettungspaketkonstrukteure entspricht. Schnell muss nun gehandelt werden, also wird zum altbekannten Mittel der Diktatur gegriffen, einer Diktatur der „Spezialisten“! Diese werden wahrscheinlich von den Banken selbst gestellt, oder zumindest ausgewählt. Die Zielvorgabe steht fest und nun muss gehandelt werden. Wie sich dagegen der Widerstand des Volkes verhalten wird, bleibt abzuwarten und es ist kaum davon auszugehen, dass das griechische Volk es so einfach zulässt den Hebel auf offenen Diktatur in ihrem Land umzulegen.
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Und das Bomben soll weitergehen!
26.10.2011 by Tolo.
Und das Bomben soll weitergehen!
Nun hat Libyen einen Übergangsrat welcher möchte, dass weiter Bomben aufs eigene Volk geworfen werden! Was bis jetzt ja Grund für die NATO-Bombardements auf libysche Städte war, nämlich der Schutz der Bevölkerung vor Luftangriffe libyscher Flugzeuge, als Gaddafi noch lebte. Zwar flogen libysche Flugzeuge schon lange nicht mehr, waren in den ersten Kriegstagen zerstört worden, aber das spielte keine Rolle. Irgendjemand musste dann auch die behaupteten Bomben auf die libysche Bevölkerung werfen und da es ansonst keiner machte, blieb der NATO nichts anderes übrig als es selbst zu tun. Dabei war zwar der Lynchmord an Gaddafi für die Aggressoren und deren führende Politiker ein Grund zum Jubeln, ein Grund um mit dem Bombenwerfen aufzuhören war es hingegen nicht!
Nun wurde zwar der Sieg verkündet, trotzdem soll „die NATO … ihren Krieg gegen Libyen zumindest bis Jahresende fortsetzen. Das forderte der Chef des »Nationalen Übergangsrats« (NTC), Mustafa Abdel Dschalil, am Mittwoch in Doha bei einer Konferenz mit den Staaten, die sich daran militärisch beteiligen.“ Diese Aussage findet sich so in der Jungen Welt in einen Beitrag unter der Überschrift „Bitte weiterbomben“!
Was ist den nun mit dem verkündeten Sieg? War er Erstunken und Erlogen? Oder warum sollen weiter Bomben geschmissen werden und die Zahl der Toten erhöht? Sollen die NATO-Truppen jetzt etwa zwischen den einzelnen Bürgerkriegsparteien „schlichten“? Wie so etwas erfolgt und wie die NATO den Völkern Frieden bringt, konnte schon vor dem Krieg in Libyen, in Afghanistan, im Irak und anderswo erfahren werden. Nein, der Krieg in Libyen ist noch lange nicht zu Ende, ein Volk kämpft weiter um seine Freiheit und die Kriegsherren um die Beute. Dass in diesem Krieg nicht nur aus der Luft eingegriffen wurde, ist eigentlich schon länger bekannt, wie dem Artikel nun zu entnehmen, besteht die neue Qualität darin, dass es nicht einmal mehr geleugnet wird!
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