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Archive für 26.7.2010
Der Kapitalismus ist gescheitert und nun?
26.7.2010 by Tolo.
Der Kapitalismus ist gescheitert und nun?
Auf ein Interview im Handelsblatt wurde ich aufmerksam gemacht, „der Kapitalismus ist gescheitert“, möge Ausschlaggebend für die Empfehlung gewesen sein. Nur wenn ein solches Blatt, eine solche Aussage propagiert, so hat das sicher einen Grund, was mich wiederum zu folgende Gedanken veranlasste:
Ist es nicht egal, welche Krise studiert wurde und ist es neu, was von diesem Herren zu erfahren ist? Die Ursachen gegenwärtiger Krisen bleiben hingegen genauso im Dunkel, wie bei den beispielhaften Krisen der Vergangenheit. Auf den objektiv qualitativen Unterschieden zur wirtschaftlichen Entwicklung in den 30 Jahren wird erst gar nicht eingegangen. Ach ja, wie auch, dieser Unterschied zeigt sich eigentlich nur, wenn die Ursachen selbst untersucht werden. Und wenn schon diese Krise als Beispiel genommen wird, dann sollte auch nicht vergessen werden, dass man ihr letztendlich Herr wurde, in dem auf Kriegswirtschaft umgeschaltet wurde. Die Folgen dürften hinlänglich bekannt sein und sorgten nachträglich für das Wirtschaftswunder nach dem Krieg.
Und was fallen dem Apologeten des Kapitals für Lösungen ein: „Ich denke zum Beispiel an die Frage nach der Haftung von Managern, aber auch an finanzielle Maßnahmen.“ Nur würde sich etwas am Problem ändern, wenn die Manager haften müssen und unter Umständen Teile ihres Einkommens verlieren? Nein, es würde sich nichts ändern, egal wie populär diese Forderung auch ist, denn an den eigentlichen Ursachen, welche im System des Kapitals begründet sind, würde sich dadurch nichts ändern. Andererseits darf neben der Schuld der Manager natürlich auch die Gier und der Zins nicht fehlen, wie zu lesen ist: „Die eine ist die Gier. Oder anders ausgedrückt der Glaube, dass man ohne Arbeit immer reicher werden kann. Der zweite Punkt ist, dass die Börse nur dann so stark steigt, wenn Schulden gemacht werden.“ Es stimmt natürlich, dass man ohne Arbeit nicht reich wird, mit eigener Arbeit aber auch nicht, sondern nur wenn es gelingt die Arbeitskraft anderer für sich auszunutzen.
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