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Archive für 9.4.2010

Wer hat Anspruch auf den „Oberharz“?

Wer hat Anspruch auf den „Oberharz“?

Wo Schwachsinn keine Grenzen kennt und wie Eitelkeiten Blüten treiben, oder gibt es keine anderen Probleme? Da wird sich im Oberharz um den „Oberharz“ gestritten, ist der MZ von heute zu entnehmen, dabei pocht der West-“Oberharz“ auf die älteren Rechte. Da sie schon vor vielen Jahren, als die Grenze noch westlich des Brocken verlief, diesen Namen gebrauchten. So gab es im Westen eine Gemeinde, welche sich den „Oberharz“ im Namen angliederte und heute einen Schutz für diesen Namen verlangt. Bis zum Bundesverwaltungsgericht möchte man gehen, wenn anders keine Einigung zu erzielen ist.

Und das alles nur wegen einer Gebietsreform. Ja, vor einigen Jahren gab es in Sachsen-Anhalt eine Kreisgebietsreform und damit nicht genug, werden jetzt Einheitsgemeinden gebildet. Das diese gelegentlich die Größe ehemaliger Kreise erreichen und sich letztlich als eine weiter und zusätzliche Verwaltungsstruktur entpuppen, spielt in diesem Streit keine Rolle. Dabei ist letztere Reform gerade Ursache oben genannten Streits. So werden die Gemeinden des Oberharzes (Ost) genötigt sich zu einen und einen Namen zu geben. So haben sie beschlossen, dass ihre neue Gemeinde (Stadt) „Oberharz am Brocken“ heißen soll.

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Außerdem, Lügen haben kurze Beine …

Heute findet sich in der Jungen Welt ein Beitrag zur allgemeinen Lüge des Kapitals, im Besonderen. Folgenden Leserbrief habe ich geschrieben und via E-Mail versendet. Nun bin ich gespannt ob er erscheinen wird, mit meinen letzten Leserbriefen hatte ich wenig Erfolg, was mich auch veranlasste keine mehr zu schreiben.

Hier mein neuster Versuch:

 

Ein Schrei geht durch das Land, wenn Kapitalismus wird als Kapitalismus erkannt!

Interessant die Aufschrift auf der Tüte, „Das Prinzip Lidel – Billig durch Ausbeutung“, aber ist das nicht normal? Und was assoziiert diese Aussage? „Teuer ohne Ausbeutung“? Ja, gibt es Kapitalismus ohne Ausbeutung, gibt es guten Kapitalismus und schlechten Kapitalismus? Oder ist es nicht eher so, dass es Kapitalismus auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen gibt? Nicht das ich falsch verstanden werde, natürlich ist es wichtig auf die Missstände in den Textilfabriken Bangladeschs aufmerksam zu machen, nur sollten keine Illusionen geweckt werden, dass es auch eine guten Kapitalismus gibt. Das dem nicht so ist und warum das Kapital in den entwickelten kapitalistischen Gesellschaften nicht mehr so agieren kann, wie in Bangladeschs, hat durchaus Ursachen.

Und wenn wir uns einmal die Zeit nehmen und einen Blick in die eigene, europäische Vergangenheit riskieren, so können wir eigentlich feststellen, dass es Zeiten in unserer eigenen Geschichte gab, wo das Kapital ähnlich „frei“ agieren konnte. Warum das heute nicht mehr so ist, hat sehr konkrete Ursachen, genauso wie es bestimmte Ursachen hat, dass wir uns wieder in Richtung solcher Verhältnisse bewegen. Letztlich verdienen die Näherinnen in Bangladeschs unsere Solidarität und Unterstützung, aus ihren Elend zu erlösen, können sie nur selber tun. Wir können sie darin aber Unterstützen, in dem wir uns aus unseren eigenem Elend erlösen und uns nicht all zu sehr über die Heucheleien des Kapitals wundern.

Nun kaufe ich schon lange nicht mehr im Lidl, aber auch nicht im ALDI oder wie sonst noch diese Brüder heißen, sondern im Supermarkt um die Ecke, nicht das der besser wäre, er ist nur näher dran. Wobei ich dort auch keine Kleidung kaufe würde, in diesem Fall bin ich konservativ eingestellt.

Außerdem, Lügen haben kurze Beine, in diesem Zusammenhang kriecht der Kapitalismus schon lange auf dem Bauch.

 

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