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März 2010
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Archive für 26.3.2010

Wessen Geistes Kind?

Wessen Geistes Kind?

Nun hatte ich eine Antwort erhalten, hatte in den letzten Tage aber nicht die Zeit diese zu erwidern. Jetzt habe ich es aber geschafft, wobei die Zeit war nicht das einzige Problem, ich musste auch etwas mehr nachdenken. Ist nicht einfach das Thema, wobei mir weniger das Thema sogen machte, sondern eher die Ausrichtung meines Diskussionspartners. Und da bin ich noch nicht richtig im Klaren, oder besser, an meiner Einschätzung arbeite ich noch. Aber hier meine Antwort:

Ja Willi

und wie das Leben so spielt, manchmal jedenfalls, nicht immer, aber in diesem Fall bei Dir schon, es wird ein Zitat genommen, aus den Zusammenhang heraus gelöst und sich damit beschäftigt. Warum auch nicht, aber was sagt einen dass, wenn Du eine Feststellung vom Rande nimmst und den eigentlichen Schwerpunkt dort liegen lässt? Trotzdem, am Ende kommen wir dann doch auf einen gemeinsamen Nenner, auch wenn er nur darin besteht, die belebende Wirkung von Diskussionen herauszustellen. Sie sind es aber nur solange, solange noch mit Erkenntnisgewinn zu rechnen ist.

Also, danke für Dein Verständnis, auch wenn es sich hierbei eigentlich um ein Missverständnis handelt, ich habe nämlich nicht geschrieben, dass ich Deine Formulierungen und Begriffsanwendungen nicht verstehe, sondern das ich Probleme damit habe. So ist mir auch Deine Ausdrucksweise nicht fremd, eher praktizierst Du eine durchaus verbreitete Form des Ausdrucks.

Um Deiner Argumentation zu folgen, muss ich erst einmal feststellen, dass es weniger um „Begriffsmuster“ geht, als vielmehr um Begriffe selbst. Wobei sich allein daraus schon die Frage ergibt, was Du unter einem „Begriffsmuster“ verstehst? Und was verstehst Du unter einer „Argumentationskette“? Die Aneinanderreihung von einfachen Argumenten etwa?

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Gedanken zum Tag (gestern).

Gedanken zum Tag (gestern).

Nun bin ich heute früh wieder aufgestanden, habe gefrühstückt, Brote für den Tag bereitet und bin dann zum Bahnhof gelaufen. Als ich über die Bodebrücke am Bahnhof ging, musste ich feststellen, dass das Fahrrad nicht mehr in der Bode lag. Irgendjemand hat es an den Rand gezogen, so das es jetzt am Ufer liegt. Wenn der Frühling nun zur Entfaltung kommt, könnte es durchaus sein, dass Pflanzen es verdecken und so die Natur für Ordnung sorgt, wenn dann noch natürliche Zersetzung ihr Werk tun, wird es sich irgendwann aufgelöst haben. Vielleicht wird es aber auch zuvor von Menschenhand entfernt.

Am Bahnhof abgekommen, erwarb ich eine Zeitung, begab mich auf den Bahnsteig und wartete auf den Zug. Im Zug begann ich die Zeitung zu lesen und auf der ersten Seite ging es in einem Beitrag mit dem Titel, „Ab in die Slums“ um die Einführung einer Wohnkostenpauschale für Hartz-IV-Haushalte. So sollen Kosten gespart werden und Leistungsempfänger müssen zusehen, wie sie die Folgen nicht nur regional unterschiedlicher Kostenstrukturen kompensieren. Wobei eine andere Lösung könnte darin besten, dass die Mieten und Nebenkosten dem zu Zahlenden Betrag angepasst werden, also auch pauschaliert. Das wäre zwar nicht im Interesse der Vermieter und Versorger, aber warum sollen nicht auch diese ihren Beitrag leisten. Aber eher ist es wahrscheinlich, dass man auf den Gedanken kommt, Hartz-IV-Empfänger in Gebiete aussiedelt, welche von der ursprünglichen Bevölkerung verlassen wurden. Im Osten gibt es sicher genug Angeboten und nicht nur im ländlichen Raum. Ja der Osten, wenn ich daran denke, dass es in der DDR ein Wohnungsbauprogramm gab, welches das Wohnungsproblem als soziales Problem bis Anfang der 1990ieger Jahre gelöst haben wollte und dass zu mehr als günstigen Mieten, dann kann ich nur sagen, dass wir im Osten schon einmal wesentlich weiter waren. Heute gibt es gerade im Osten des Landes einen erheblichen Leerstand und sogar Programme zum Abriss von Wohnungen. Ja, es wird Wohnraum mittels Subventionen verknappt, was auch nur in der Logik des Systems liegt. So haben auch die Menschen im Osten das Privileg, wie ihre Brüder und Schwester aus der Vorwendezeit und dürfen im Schnitt über 30% ihres Einkommens für Miete ausgeben. Wenn ich daran denke, dass ich in der DDR für meine erste Wohnung ca. 3% meines Einkommens für Miete ausgegeben habe, nun, … aber besser ist, wenn ich nicht daran denken, sonst könnten mir noch andere Kostenpunkte zum Vergleich einfallen. Aber so war das Leben, mit Ostalgie hat dieses nichts zu tun, es war all zu real.

So weit diese Gedanken, welche eigentlich Gedanken von Gestern sind. Heute ist ein neuer Tag und auch die Schlagzeilen in der Presse sind nicht mehr die Selben und so steht internationale Politik im Vordergrund und dabei geht es nicht nur um Griechenland. Aber dazu später vielleicht mehr, jetzt muss ich erst einmal für eine Prüfung lernen.

 

Fahrrad am Rand Fahrrad neben der Bode Bahnhof Quedlinburg, Sonnenaufgang Himmelstreppe? in Quedlinburg

 

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