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Was ist Links?

Was ist Links?

Keine einfach zu beantwortende Frage, wenn man betrachtet, was unter diesem schwammigen Begriffe alles angeboten wird. Ja, und da sind Irrtümer, Fehleinschätzungen, Fehlinterpretationen und Missverständnisse nicht ausgeschlossen. Mit diesem Beitrag hatte ich in einer Mailingliste ein Problem aufgegriffen und geantwortet. Nach einer Antwort, schrieb ich folgenden Beitrag:

Was ist schon Links? Und ich finde es durchaus angebracht einmal über diese Bezeichnung nachzudenken, allein schon um Klarheit zu erlangen. Nun hat sich sogar eine Partei vereinnahmender Weise so benannt, aber was ist Links, was versteht man darunter und wie breit ist das linke Spektrum? Hat zwar nicht unbedingt mit dem Thema zu tun, aber eine Klärung könnte durchaus Aufklärend sein.

Ähnliches trifft ebenfalls für diverse Religionskritik zu, da auch ein religiös gläubiger Mensch solche Kritik üben kann, ohne seinen religiösen Glauben in Frage zu stellen. Ja und gerade da haben wir wieder das Dilemma mit dem „Linken“ und wollen „wir“ (wer immer wir auch sind) als „Linke“ unbedingt religions-kritisch sein, und wenn ja, warum? Irgendwann und dieses ist noch nicht einmal solange her, habe ich es mir angewöhnt Fragen nach meiner politischen Ausrichtung mit einer Gegenfrage, dem „Verstehen“  entsprechend, zu beantworten. Ja, was versteht mein Gegenüber zum Beispiel unter „Links“, oder auch unter Atheismus und je nachdem wie die Antwort ausfällt bekenne ich mich in deren Sinne, oder auch nicht. Dieses ist einzig und allein dem Umstand geschuldet, dass es die verschiedensten Ansichten und Einordnungen gibt und ich beim besten Willen nicht in jeden  linken Topf geschmissen werden möchte, da es durchaus, sich links-nennende Strömungen gibt, von denen ich mich bewusst distanziere. Dabei fällt mir ein, dass gerade auch die Klarheit der Begriffe, oder besser die Notwendigkeit des Kampfes um die Begriffe/Begriffsinhalte in einem Freidenker-Heft eine Rolle spielte.

Aus dem Vorwort hatte ich übrigens in einem Beitrag zitiert.

Die Argumentation (Telepolis), wie sie beschreiben wurde, hat meines Erachtens weniger mit einen Urmythos zu tun, als vielmehr mit der bürgerlichen Elitetheorie, welche auch durch so manches linke Hirn geistert.

Das nun die Kirchenfürstin mit den bürgerlichen Werten bricht, ist nicht der Fall, dazu ist sie viel zu sehr in dieses System involviert. Sie hatte sich ja auch nicht gegen den Krieg ausgesprochen, sondern nur die Kriegsführung kritisiert und das ist schon ein Unterschied. Es gibt viele Handlungen dieser Frau, welches es Wert sind kritisiert zu werden, von der bürgerlichen Presse aber lobend erwähnt werden. Nur weil die Frau den Krieg kritisiert hat, ist sie lange noch nicht revolutionär, eher ist sie reaktionär, wen ihr sonstiges Verhalten und ihre Funktion Berücksichtigung finden. Das ihr gerade der Alkohol zum Verhängnis wurde, ist auch ein Zeichen dafür, wie sensibel dieses System auf vermeidliche Tabubrüche ihrer engsten Getreuen reagiert. So folgt die Strafe auf dem Fuße, wenn sich die Gelegenheit bietet, und mit der Zeit bietet sie sich immer. Abschreckung tut Not, bevor noch mehr Getreue auf Dumme Gedanken kommen! Wenigstens in den Führungsriegen hat Ordnung zu herrschen!

Gruß

 

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