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Haiti, Hilfe oder Okkupation?
Haiti, Hilfe oder Okkupation?
Während viele Nationen uneigennützig versuchen zu helfen, sind gerade die USA und ihre Verbündeten dabei die dortige Katastrophe in ihrem Interesse zu Instrumentalisieren. Nicht nur das dadurch die eigentliche und notwendige humanitäre Hilfe behindert wird, führt dieses Vorgehen auch zur Militarisierung innerhalb der Gesellschaft. Wie einem Beitrag unter der Überschrift „Europas Schutztruppe“ in der Jungen Welt zu entnehmen ist, sind die USA, als vielleicht zukünftige Kolonialmacht, in Haiti nicht die einzigen, welche vorrangig Truppen ins Land schicken, sondern auch aus Richtung Europa die ehemaligen Kolonialmächte ihre Truppen in Bewegung setzen.
Ein weiterer interessanter Beitrag zu diesem Thema findet sich unter dem Titel „Zwei Gesichter der Hilfe aus den USA“ ebenfalls in der Jungen Welt, ist aber in der Internetausgabe nur für Online-Abonnenten komplett zugänglich. (Nun habe ich mich vor einiger Zeit für ein Onlineabo dieser Zeitung entschieden, in erster Linie auch um die Junge Welt zu unterstützen, bis jetzt habe ich es all zu oft aber noch nicht genutzt, es ist aber preiswerter als ein Printabo ist.) Wie wichtig eine gute und richtige Information ist, kann gerade auch am Fall Haiti beobachtet werden, wo die Hofberichterstattung (in diesem Fall eher Kriegsberichterstattung) meistens verklärend über den Einsatz der USA und einiger EU-Länder berichtet, andere Hilfe aber weitestgehend verschwiegen wird. Das Kuba nicht nur in solchen Situationen anderen Völkern solidarisch zur Seite steht, dürfte allgemein bekannt sein, dass aber zum Beispiel Norwegen „umgerechnet 610000 Euro als Haiti-Soforthilfe nach Havanna“, überwiesen hat, wie diesem Beitrag zu entnehmen war, hat mich dann doch positiv überrascht. Sicher eine der besten Möglichkeiten um zu sichern, dass die Hilfe auch da ankommt, wo sie am dringendsten Gebraucht wird.