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September 2009
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Archive für 16.9.2009

Ein Held wurde geboren, …

Ein Held wurde geboren, wie üblich musste ein Mensch dafür streben!

Nun sind die Umstände der Geburt geklärt und die Geburtshelfer wurden Dingfest gemacht. Ein Thema also, welches taugt die Seiten von Zeitungen zu füllen, Sendeplätze zu besetzen und sich obendrein noch gut Instrumentalisieren lässt.

Das Wort von der Zivilcourage macht die Runde, der Ruf nach mehr davon wird laut, aber auch nach härteren Strafen, mehr Überwachung, mehr Kameras an öffentlichen Plätzen, Bahnhöfen etc. Neu ist dieses nicht, ähnliche Fälle in der Vergangenheit, generierten ähnliche Forderungen.

Diese Tat ist Grauenvoll, zeigt aber auch wie leichtfertig mit Menschenleben umgegangen wird und diese Umgangsweise zieht sich durch die ganze Gesellschaft. Gewalt hat viele Formen und fordert ihre Opfer, sie ist in fast jeden Bereich des täglichen Lebens präsent. Dieses scheint aber nicht genug zu sein, so findet Gewallt zu guter Letzt auch noch überproportionalen Widerhall in den Medien, wodurch bestimmte Formen von Gewallt nur noch potenziert werden.

Nun wurde hier ein Mensch getötet, woanders einer verprügelt, der eine fand den Tod durch Jugendliche, die eigentlich nur den Gesetzen des Marktes folgten, als er Kinder vor diesen schützen wollte, der andere wurde Verprügelt als er demonstrierte und dieses von Polizisten. Den einen werden niedere Beweggründe vorgeworfen und welche Beweggründe hatten die Polizisten, etwas hohe? Als ob Mord und Gewallt aus höheren Beweggründen zu rechtfertigen wären.

Und wenn man es genau betrachtet, so funktioniert das ganze System des Kapitalismus eigentlich nur auf Grund niederer Beweggründe. Die Stärkeren knechten die Schwächeren und beuten diese aus, Marktwirtschaft wird es genannt und mit zweierlei Maß wird gemessen. Warum das so ist, warum es Menschen gibt welche Schwächere erbarmungslos ausnutzen, diese Frage erspart man sich in solchen Diskussionen.

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Fragwürdige Tradition!

Fragwürdige Tradition!

Ein Streifzug durch 300 Jahre Garnisonsgeschichte in der Stadt“ Quedlinburg und so konnte ein entsprechendes Museum auch am Tag des offenen Denkmals besichtigt werden. Ja, der Tradition verpflichtet und kurz nach der Wende war es mit der Garnisonsherrlichkeit vorbei! Zuletzt waren es Truppen der Roten Armee, welche hier stationiert waren und als russische Truppen abzogen.

Begonnen hat die ganze Angelegenheit mit dem Verkauf der „Schutzherrschaft“ durch August den Starken an die Brandenburger zum Jahre 1698. Ab da standen die Brandenburger, aus denen später die Preußen wurden, in Quedlinburg. So wurden ab da auch Rekruten für die brandenburg/preußische Armee in Quedlinburg gepresst. Dieser militärischen Tradition hat sich nun ein Verein verschrieben, welcher auch nicht davor zurückschreckt in den Uniformen vergangener Zeit zu posieren.

Nun gut, Museen und Erinnerung sind eine gute und wichtige Sache, fraglich nur die Interpretation der Traditionslinie. Die Garnisonsgeschichte ist ein Bestandteil der Quedlinburger Geschichte, aus diesem Grund ist sie auch zu bezeichnen, verklärt sollte sie aber nicht werden. Denn sicherlich waren die Quedlinburger nicht erfreut über die Besetzung ihrer Stadt durch die Brandenburger im Jahre 1698.

Heute sieht die Welt etwas anders aus und gerade solche Traditionen werden gebraucht, um gegenwärtiges Expansionsstreben traditionell zu begründen.

 

 

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