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Gedanken zu einem Zitat!
Gedanken zu einem Zitat!
Hier findet sich ein interessante Zitat von Heinrich Böll mit Quellenverweis, zwei Formen des Eingesperrt sein, doch ist eine beschränkter noch als die andere. Die Eule entschied weise und mich regte dieses zu folgenden Gedanken an:
Gelegentlich kommt es vor das ich in Quedlinburg, einer Stadt welche ihr Weltkulturerbe noch nicht gegen eine Brücke getauscht hat, Stadtführungen mache. Das Publikum ist meist gemischt und oft kommen die Gäste aus den gebrauchten Bundesländern. Nun ist in über 1000 Jahren viel Wasser die Bode hinabgeflosse und einiges passiert, davon zeugen unter anderen auch die noch erhaltenen, mittelalterlichen Stadtmauern, welche „dank“ einer Auseinandersetzung im Jahre 1477 noch gut erhalten sind. In Folge dieser Auseinandersetzung (Ursache bürgerliches Emanzipationsstreben), welche die Stadt verloren hat, durften keine neuen Befestigungen gebaut werden, so wurden die alten Anlagen gut erhalten, einer weiteren Ausdehnung der Stadt war damit aber ein Riegel vorgeschoben. Wenn ich dann noch erwähne, dass selbst eine spät-mittelalterliche Stadt ohne Mauern nicht denkbar war und gerade diese Mauern die Freiheit der Bürger garantierte, kommt so mancher Besucher ins grübeln. Nur anders war es nicht und ist es heute auch nicht, nur das die aktuellen Mauern nicht mehr aus Stein sind, sie dienen aber immer noch der Wahrung spezifischer Interessen. Wie bei der Eule besteht die Freiheit sich in diesen zu bewegen und das funktioniert eben im ungestutztem Zustand am besten und wenn es letztendlich gelingt diese Mauern zu durchbrechen, den Käfig zu verlassen, so kann die neue Bewegungsfreiheit umfassend genutzt werden.
Menschen werden nicht gestutzt an den Gliedern, bestreben ist es eher ihren Geist zu verkrüppeln und die Massenmedien machen es möglich. Es ist mehr wert freien Geistes zu sein, dafür andere Unfreiheiten leben zu müssen, als der Illusion von Freiheit zu folgen und diese zu leben und im inneren gefesselt, geknebelt, gebrochen zu sein!