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Schulbildung, ein Leistungsprinzip?
Schulbildung, ein Leistungsprinzip?
Hier hatte ich einen Kommentar hinterlassen.
Auf den Verfasser wurde ich aufmerksam gemacht und auch auf diese Veranstaltung. So wie es aussieht, wird es mir sogar möglich sein, diese Veranstaltung zu besuchen.
Kommentar:
Gut geschrieben, interessant, nun habe ich eine Tochter, welche gerade die dritte Klasse besucht und ich muss eingestehen, das ich mich mit dem veralteten, „neudeutschen“ Schulsystem noch nicht ernsthaft auseinandergesetzt habe. (Nun ja, Probleme löse ich gegebenenfalls, wenn sie auf der Tagesordnung stehen.)
Wenn festgestellt wird, das es heute darum geht, das es unseren Kindern nicht schlechter geht/gehen soll, als es uns gegangen ist, so kann man dem nur beipflichten.
Aber wie schon gesagt, ich habe keine eigenen Erfahrungen mit diesem Schulsystem sammeln können, (was mich wiederum alles andere als traurig stimmt) habe trotzdem viel Wissen erarbeitet und vermittelt bekommen. Meinen Erinnerungen folgend, kann ich auch nicht behaupten, das ich oder meine Mitschüler überfordert wurden, oder sich überfordert fühlten.
Nun ja, waren auch andere Rahmenbedingungen und es wurde mehr Wert auf Inhalte gelegt und gegebenenfalls auf überflüssiges verzichtet.
Dieses ist gewesen und heute sind die Probleme andere, da sei auch an die große Zahl von Schulabgängern gedacht, welche die Schule verlassen, ohne einen Anschluss zu haben und somit von vornherein auf eine Bahn der Perspektivlosigkeit, in die Welt entlassen werden.
Nachwort:
Schulbildung, ein Leistungsprinzip, wohl kaum, jedenfalls nicht was die allgemein, zugänglichen Möglichkeiten betrifft. Aber muss Schule unbedingt diesem Prinzip folgen und Kinder schon bei Zeiten und scheinheilig wie es ist, auf dieses Prinzip einstellen? Leistungsprinzip hat heute eher was mit Ellbogen zu tun, als mit Wissen und Können. In jedem Fall aber mit Geld.
Ehemals diskutierte ich in einem Forum und dort forderte jemand, Schulbildung bis zum 18 Lebensjahr und das ohne Abschluss. Anfänglich hatte ich ein Problem damit, nicht mit der Dauer, sondern mit dem fehlenden Abschluss. Heute finde ich, das er recht hat und diese Forderung es verdient unterstützt zu werden. Nicht nur das allen Menschen eine entsprechende, breite und gleichberechtigte Bildung zustehen, sondern auch auf Abschlüsse verzichtet werden sollte.
Was für einen Sinn haben Abschlüsse eigentlich? Hauptsächlich dienen sie doch dazu, Menschen zu katalogisieren und sie mit wenig Aufwand in eine Schublade zu verfrachten. Das Menschen sich sehr unterschiedlich entwickeln können und dieses nicht nur ihrem Umfeld geschuldet ist, sondern auch eigener physischer und psychischer Voraussetzungen, es also durchaus vorkommt, das die/der eine oder andere vielleicht etwas später erst „zünden“, ist eigentlich hinlänglich bekannt.
Zudem ist praktischer Weise immer wieder zu erfahren, das der „Schein“ durchaus trügen kann, aber oft über das Wohl und Wehe entscheidet. Da ist es völlig egal, wie gut die Fähigkeiten und Fertigkeiten ausgeprägt und entwickelt sind. Abgesehen davon, ist mit Geld vieles Möglich, so das hinter einem Abschluss nicht einmal die damit dokumentierten Fähigkeiten stecken müssen.
Einem jeden sollten die Möglichkeiten, Wissen zu erringen, gegeben werden, leider wird all zu oft nur der Erwerb von Wissen leicht gemacht. So das, mangels Geldes, dieser für all zu viele eine Illusion bleiben wird.
Der Unterschied von Titel in der bürgerlichen Gesellschaft, im Gegensatz zur feudalen Ordnung, ist das sie erworben werden können/müssen und nicht angeboren sind, oder verliehen werden. Und Erwerb hat heutzutage immer etwas mit Geld zu tun.